Hohes Kreuz, 3159 m
Heikler Hausberg der Clarahütte.
Venedigergruppe, Virgental, Prägraten, Osttirol. Aufstieg 1700 Hm.
P Ströden im hintersten Virgental, knapp 5 km westl. von Prägraten, 15 km von Matrei - Islitzer Alm - Umbalfälle - Umbaltal – Clarahütte – Steg – Mittlerer Tredeber mit dem „Theo Brandstätter Weg“ – Achselkörle – ONO-Grat. Abstieg auf selbiger Route.





Gleich 15 Dreitausender umringen die fein bewirtschaftete Clarahütte, die aufgrund des weithin bekannten Iseltrails meist ausgebucht, aber dennoch gemütlich geblieben ist. Das Hohe Kreuz ist zwar der Hütte am nächsten gelegen, wurde nach seiner Erstbesteigung 1904 (Hechenbleikner/Berger) aber lange Zeit links liegengelassen. Die Errichtung eines Gipfelkreuzes samt millimetergenau eingerichtetem Spiegel, welcher alljährlich zur Mittagsstunde der Wintersonnenwende einen Sonnenstrahl nach Prägraten reflektiert, riss den gewaltigen Koloss schließlich aus dem Dornröschenschlaf: Die spärlichen Steigspuren durch die steilen Hänge werden immer deutlicher und der Hüttenwirt sorgt für die notwendigsten Markierungspunkte. Dennoch sollte man die Besteigung nicht auf die leichte Schulter nehmen; schon die Erstbegeher erzählten von „einigen Kletterstellen in talgartigem Glimmerschiefer“ und die Felsqualität verbessert sich in Zeiten wie diesen eher auch nicht. Ganz gut charakterisiert Georg Zlöbl in seinen Dreitausendern Osttirols (s. Literatur) die Erfordernisse:
… kein leichtes Unterfangen, Kondition, Trittsicherheit und Bergerfahrung sind für den Gipfelgang gefragt … Beim Steilaufschwung zum Gipfelgrat kann bei den teils erdigen Felsstufen das Eisgerät ebenfalls von Nutzen sein. Dort ist es auch nicht falsch, weniger Geübte mit einem Seil zu sichern …
Die Gipfelschau ist dann allerdings großartig und wieder zurück auf der Hütte schmeckt das Bier besonders gut.
Literatur: Peterka: AV-Führer Venedigergruppe. München: Rother.
Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols. Lienz-Tristach: Verlag Grafik Zloebl 2007.







































