Tromsdalstind, 1238 m

Auf den Hausberg der Tromsøer.

Troms, Nord-Norwegen. Aufstieg 1200 Hm.

P Storhaugen im Tromsdal, ca. 3 km sö. der Eismeerkathedrale - Forststraße Dalheim - Tromsdalssee - Salensattel - SW-Kamm Tromsdalstind - Abstieg N-Grat - Daumannsholla - Dalheim - P.

ÜbersichtKartewir nähern uns Tromsø von Osten; Blick von Breivikeide auf die Lyngenalpendie mehr als einen Kilometer lange Tromsøbrua verbindet die gleichnamige Insel mit dem Festland; am Brückenkopf knapp außerhalb des rechten Bildrandes die Eismeerkathedrale

Tromsø ist mit knapp 70.000 Einwohnern die größte Stadt des hohen Nordens und liegt auf einer Insel im Balsfjord. Die „Pforte zum Eismeer“ (zahlreiche Nordpolexpeditionen nahmen von hier ihren Ausgang, u. a. Nansen und Amundsen) beherbergt die nördlichste Universität der Welt. Jenseits der über einen Kilometer langen Brücke zum Festland markiert die berühmte Eismeerkathedrale den Eingang zum Tromsdal. Unser Berg beherrscht den Talschluss und bietet einen umfassenden Blick von den eisgepanzerten Riesen der Lyngen-Halbinsel bis zu den kecken Granitzapfen von Kvaløya. Wir überschreiten ihn gegen den Uhrzeigersinn; auf dem breiten SO-Grat harmloses Blockgelände, am steileren Nordgrat etliche Felsstufen. Wegen der überlangen Tage mit ihrem besonderen Licht sind viele Bergsteiger - für uns ungewöhnlich - erst später am Abend unterwegs.

die 1965 geweihte Eismeerkathedrale ist den Trockenfisch-Gestellen nachempfunden, denen man seit Hunderten von Jahren überall im Norden begegnet; gleich dahinter der Eingang ins Tromsdalder mächtige Riegel des Tromsdalstind von NWam Parkplatz Storhaugen; das Tal wird von den Einheimischen gern als Naherholungsgebiet genutzt; ziemlich störend ist allerdings der Schießplatz gleich unterhalb des Parkplatzesnach längerer, flacher Talwanderung stehen wir vor dem Berg, den wir von rechts über den SO-Kamm besteigen wollen; der Gipfelaufbau steckt noch in dichtem NebelHedi und Peter scheint das nicht zu stören; Blick übers Tal hinaus nach Tromsøder Aufstieg zum Salensattel erinnert an die sanfteren Teile unserer Niederen Tauern; hinten links die Blåmannkette auf der Insel KvaløyaBlick vom SW-Kamm nach S auf die „Kreuzung“ von Ram-, Bals- und StraumsfjordSW-Kamm mit der Stadt Tromsø und der Insel KvaløyaHedi und Peter am Gipfelsteinmann; mit dem legendären Lyngenalpenblick wird's leider nichtsbeim Abstieg schlüpfen wir dann doch noch aus der Nebeldecke; der Straumsfjord im W glänzt schon in der Sonnealpine Akzente am NordgratBlick vom unteren Nordgrat auf die Stadt; am diesseitigen Ufer die Eismeerkathedrale, das Zentrum liegt jenseits der Brücke links, am Horizont wieder die Blåmanngruppeauf der Storgata, der Fußgängerzone von Tromsø; nördlich des Polarkreises tatsächlich eine Metropole, scheint der Beiname „Paris des hohen Nordens“ aber doch zu weit gegriffenauf unserem Weiterweg in Richtung Senja durchqueren wir die Insel Kvaløya westlich von Tromsø; die Blåmanngruppe kennen wir schon vom Tromsdalstind, hier von SO (innerer Kaldford)Kvaløya teilt das Schicksal vieler anderer großer Inseln Norwegens - sie taucht kaum einmal in Reiseführern auf und hätte doch so viel zu bieten, für Heidelbeersammler wie für Liebhaber scharfer Granitgrate; ein Abschnitt der Skitntindkette über dem Kattfjordsee
(05.08.2013)

Literatur: Mertz: Lappland - 50 Touren in Schweden, Finnland und Norwegen mit Lofoten. München: Rother Wanderführer 2011.

Allgemeine Reise-Infos sowie Links zu weiteren Touren in Norwegen findet ihr zu Beginn bzw. am Ende unserer Nordkap-Wanderung zum Knivskjellodden.

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