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Archiv Bergsteigen

Hier findest du Wanderungen, Berg- und Hochtouren, auch leichte Klettereien bis zum 3. Schwierigkeitsgrad, fallweise mit Verwendung des Gleitschirms als Abstiegshilfe. Alle Gipfel sind alphabetisch geordnet, über die Suche kannst du deine Wünsche gezielt ansteuern.

Gölbner (Villgratner Berge)

Gölbner, 2943 m

Überschreitung SW-Grat – SO-Grat.

Villgratner Berge, Winkeltal, Außervillgraten, Osttirol. Aufstieg 1500 Hm.

P unterhalb der Reiterstube im Winkeltal, 5 km nnö. von Außervillgraten – Forststraße/Wanderweg Tilliachalm (bis hierher mit MTB möglich) – unter der Alm links 300 m der Straße über den Tilliachbach folgen, Wegtafel –Sommerwandalm – S-Flanke Dreiheggenspitze oder kurz vorher abkürzen aufs Sommerwandköpfl (Kreuz) – SW-Grat Gölbner – Abstieg SO-Grat – Südl. Gölbnerscharte – Tilliachalm – P.

ÜbersichtKartedie Zwillinge Gölbner - Gumriaul von Nordosten (Paterskopf)im Frühwinter vom Rapplerein Winterbild unserer Runde SW-Grat - SO-Grat vom Weißlachberg im SSW

Der Gölbner, im Höhenranking der Villgratner immerhin an fünfter Stelle, ist Kulminationspunkt des mächtigen, gegen Süden ziehenden Seitenkamms zwischen Winkler- und Kristeinertal. Von den fünf Graten werden Nord- und Südostgrat gern für eine Überschreitung gewählt, der erste der leichteste, der Steilaufschwung des anderen versichert, beide markiert. Den schönsten Anstieg aber bietet zweifelsohne der lange, weglose Südwestgrat über Dreiheggenspitze und Sommerwandköpfl, dessen Schwierigkeiten kaum an den 2. Grad heranreichen. Als weiteres Ziel bietet sich nach dem Abstieg in die Südliche Gölbnerscharte die Überschreitung zum Gumriaul an: direkt am Grat eine plattige 3er-Passage, die man, schon von der Scharte westlich absteigend und am Fuß von vier Rippen auf knapp 2700 m querend, über den Westsporn vermeiden kann. Wegen der Gewittergefahr haben wir heute allerdings genug gesehen.

von der Tilliachalm sind bereits beide Gipfel zu erkennen: links der lange SW-Grat auf den Gölbner rechts der um 25 m niedrigere Gumriaulknapp unterhalb der Alm folgen wir dem linken Ast des Fahrwegs noch für 300 m über den Tilliachbach bis zum Beginn des Steiges zur nächsten AlmRückblick zur Tilliachalm und auf den Weißlachberg (s. Archiv Schitouren unter Gumriaul)bald ist die Sommerwandalm erreicht, ...... in deren Umfeld anlässlich der Erfindung des Herz-Ass-Panoramawegs einige Wege markiert und ausgeschildert wurden, die uns heute zugutekommender Steig führt in einer langen Kehre durch die Südflanke auf die Dreiheggenspitze am Beginn unseres Grates (links außerhalb des Bildes); man kann aber auch problemlos direkt aufs Sommerwandköpfl abkürzen (links des kleinen Gratzackens)am Sommerwandköpfl, 2501 m, wird der gesamte Südwestgratverlauf sichtbarbereits von hier ein schöner Blick auf Außervillgraten und die Sextener Dolomitendie Villgratner „Beleuchtungsmacher“ haben bereits am Beginn unserer Tour ein schönes Ausflugsziel geschaffenwir sind gespannt auf den Grat, der zwar weglos und unmarkiert, aber dessen ungeachtet der schönste Anstieg auf den Gölbner sein solles beginnt mit einem aussichtsreichen Bummel über den einladenden Wiesenkamm; hinten links der Rappler, ...... dem wir an einem wunderschönen Dezembertag vor 12 Jahren einen Besuch abgestattet haben (s. Archiv)bald verschmälert sich der Grateine Reihe kleiner Felsköpfe bauen sich auf, ...... welche sich aber als harmlos herausstellen ...... und meist leichter zu überlisten sind, als es den Anschein hatinsgesamt wird kaum jemals der 2. Grad erreichtTiefblick vom Grat ins Winkeltalam Steilaufschwung schon in Gipfelnähe wird im Führer empfohlen nach links auszuweichendort gerät man in eine Mischung aus bröckligem Schutt und roter Erdewir fragen uns, ob es nicht besser gewesen wäre, in gerader Linie am Grat weiterzukraxeln (angeblich III)doch der Spuk hält sich in Grenzen, bald sind wir wieder auf dem sonnigen Kammdas oberste Gratstück ist wieder richtig hübschGipfelkreuz gegen SSW: Gumriaul, Weißlachberg, Karnischer Hauptkamm und Sextener Dolomitenetwas weiter hinten ein zweites, dem Kristeinertal zugewandtes KreuzTiefblick auf unseren Südwestgratim Nordwesten Rappler, Winkeltal und die Kette der 3000er vom Hochgall bis zum Großvenedigerim Norden der nahe Villgratner Hauptkamm (s. Archiv für die Gesamtüberschreitung in 7 Etappen)Erich späht vom Kristeiner Kreuz zum Glocknerim Herzen der Villgratner verstecken sich zahllose wunderschöne Winkel und Abenteuer für jede JahreszeitKristeiner Kreuz gegen Gölbnerblickhütte und Kärntner Tordie beiden Gölbnerkreuze mit dem GumriaulAbstieg am Südostgrat; links Finsterkofel, dahinter Eggenkofel (Lienzer Dolomiten), ganz hinten Hohe Warte des Karnischen Hauptkamms und die Sappada-Dolomitender Abbruch am SO-Grat ...... hat ein paar versicherte ...... und eine ungesicherte Passageder direkte Gratübergang zum Gumriaul wartet mit Schwierigkeiten bis III aufwenn man von der Südl. Gölbnerscharte gute 100 Hm absteigt und knapp am Fuß der Rippen zum Gumriaul-Westrücken hinüberquert, kann man diese Schwierigkeiten umgehenwir wollen diesmal aufgrund der Gewittergefahr ohnehin nicht zum Gumriaul; erste Vegetation unter der Südl. GölbnerscharteRückblick auf den Verbindungsgratlinks noch einmal der lange SW-Grat zum GölbnerUlli im Tilliachbach; das Rad erspart eine gute Stunde Abstieg
(21.06.2026)

Literatur: Poleschinski: Villgratner Berge - Deferegger Alpen. Gebietsführer für Bergsteiger, Kletterer und Wanderer. Bad Ischl: Eigenverlag. ISBN 978-3-200-04464-7.

Alplspitze - Dorfberg (Gailtaler Alpen, Lienzer Dolomiten)

Alplspitze, 2296 m - Dorfberg, 2115 m

Kombitour am Finale des Gailtaler Höhenwegs.

Gailtaler Alpen, Lienzer Dolomiten, Obertilliach, Osttirol. Aufstieg 700-1500 Hm.

P Bergbahn Obertilliach – zu Fuß drei verschiedene markierte Wanderwege auf den Golzentipp (oder MTB-Tour Nr. 157 oder 8 km Forststraße, Raddepot bei den Kutteschupfen (Golzentippjoch) am Fuß des kurzen Gipfelkammes) – als feine Zugabe zu Beginn Ü Alplspitze (der weitere Übergang zum Breitenstein nicht zu empfehlen, s. Text) – Querung zurück zum Raddepot – „Bergwiesentrail“ knapp südlich der vielen Gipfelkuppen auf den Dorfberg; oder zu Fuß mit geringem Aufwand über Salvadorsattel und –spitze, Folmaissattel, Pfannegg, Langinzensattel, Schluichtegge, Huiterbodensattel- und –spitze und Wilde-Wiese-Sattel ebenfalls auf den Dorfberg – Wanderweg/Forststraße Kartitscher Sattel – mit Bike oder Bus zurück zum P Obertilliach.

ÜbersichtKarteder Höhenweg von Südwesten (Öfenspitze); von Obertilliach auf die Connyalm führen verschiedene Wege, auf der Obertilliacher Bergbahn wird das Rad sogar unentgeltlich mitgenommen

Diese herrliche Höhenroute – westlichste Etappe des Gailtaler Höhenwegs - kann als Wanderung, Mountainbike-Tour oder eben als Kombination aus beidem unternommen werden. Gleich zu Beginn lassen sich gut 600 Hm Aufstieg zur Connyalm durch die Obertilliacher Bergbahn ersparen, wobei hier die Mitnahme des Rades kostenlos ist. Dem in Stoßzeiten üblichen Trubel im Bereich der Bergstation entkommt man schnell, auf der Alplspitze ist man ohnehin meist allein. Hier hat man den äußersten Rand der Komfortzone erreicht, schlagartig herrschen hinter diesem letzten Wiesengipfel andere Gesetze als im touristischen Bereich um die Bergstation. Deshalb sei dem imposant-verlockenden Breitenstein ein eigener Absatz gewidmet.

Im alten AV-Führer von Hubert Peterka wird der Berg noch als alpin erstklassig gehandelt, einsam, packende Tiefblicke ins Pustertal. 15 Jahre später sieht der Lienzer Georg Zlöbl die Sache schon differenzierter: … sogar der leichteste Anstieg (II) ein tagesfüllendes, anstrengendes Abenteuer. Deshalb ist er wohl auch nur Bergsteigern zu empfehlen, die den Ruf der Wildnis spüren und denen eine Wegsuche nach Pfadfindermanier nichts ausmacht.
Schon beim Anblick der steilen grasig-bröckligen Schrofen am direkten Übergang (Alplspitze NW-Grat abwärts ins Abarautloch und die steile Südseite den Breitenstein-SW-Gipfel hinauf) wird den meisten Aspiranten die Lust vergehen: Das Steilgras rechts des Gipfels hinunter und Querung ins markante Felstörl, dahinter dichter Latschenbewuchs am Grat oder rechts davon in steiler Schuttrinne tief hinab. „Da geht neamd, lei di Gams!“ – so der Kommentar eines Ortskundigen weit jenseits der Achzig. Manche versuchen es mit der ostseitigen Umgehung der Alplspitze (Abstieg vom Golzentippjoch oder Morgenrastsattel in Richtung Mahrwieseralm und über den „Wilden Lahner“ ins Abarautloch – und schwärmen anschließend im Internet für Macheten und Motorsägen. Die rinnendurchsetzte Flanke zum Ziel der Begierden ist abermals steil und bröcklig, für den noch unangenehmeren Abstieg soll es inzwischen einen Abseilhaken geben.
Und zuletzt wäre da noch die schaurige Geschichte um den vermissten Alleingänger, dessen Verbleib nach wochenlanger erfolgloser Suchaktion erst durch den Flug der Geier geklärt werden konnte.

Angesichts der vielen Tausend weiteren lohnenden Osttiroler Gipfel haben wir uns spontan für den „Bergwiesentrail“ entschieden, ein flottes, aussichtsreiches Vergnügen hinüber bis zum Dorfberg – übrigens unser allererster MTB-Trail.
Wer unterwegs Lust auf den imposanten Spitzenstein bekommen hat, der wird im Archiv fündig; unseren wunderschönen Höhenweg gibt's auch in umgekehrter Richtung im Archiv Schitouren unter Dorfberg - Golzentipp.

Obertilliach liegt im hintersten Lesachtal knapp unterhalb des Kartitscher Sattels; der Ort zählt knapp 700 Einwohner, als James-Bond-Drehort und durch sein Biathlon-Zentrum erreicht die Tourismusintensität mittlerweile das Drei- bis Vierfache des Osttiroler Durchschnittsder Blick über die ortstypischen „Schupfen“ des Talbodens zur Porze, einem Grenzberg zu ItalienBlick von der Connyalm-Forststraße übers oberste Lesachtal (Osttiroler Gailtal) auf den Karnischen Hauptkamm, vom Hochspitz (links) über die Reiterkarspitze bis zum SpitzköfeleRäder werden bei der Seilbahnauffahrt zur Connyalm bislang übrigens kostenfrei mitgenommenBlick von der Alm gegen NO auf Tamerlan und Eggenkofel (s. Archiv), ...... über den Morgenrastsattel auf Alplspitze und Breitenstein ...... und schließlich gegen Südwesten auf die Kinigatam Golzentippjoch lassen wir die Bikes stehen und laufen über den Golzentipp hinüber zur Alplspitzeam Golzentipp nach allen Himmelsrichtungen Infotafeln, die das unüberschaubare Gipfelmeer erklärenunterwegs am Kamm zur Alplspitze, voraus der imposante Breitenstein-Westgratder gemütliche Gratübergang Golzentipp - Alplspitze von Westen (Spitzenstein) ...... und der Gegenschuss auf die Ostseite des Spitzenstein, durch welche ein Klettersteig (A/B) führt (s. Archiv)so verlockend der Weiterweg von der Alplspitze auf den Breitenstein auch sein mag - ...... vor einem Versuch sei eindringlich gewarnt (s. Text)steiles Gras, bröcklige Schuttrinnen oder ein Grat im Latschendschungel hinunter ins Abarautloch sind nicht jedermanns Hobby ...... auch die Rinnen hinauf zum Breitenstein sind wahrlich kein Vergnügen; wer es unbedingt versuchen muss, halte sich ins kleine Felstörl hinter Erich oder umgehe die Alplspitze gleich auf der OstseiteGipfelblick von der Alplspitze gegen NO in den Sturzelbachgraben Richtung Drautalder Rückweg ohne wesentlichen Höhenverlust quer durch die Golzentipp-Ostflanke ist schnell bewerkstelligtzurück bei den Rädern auf dem Weg in den Folmaissattel hinterm Golzentipp ...... stolpern wir regelrecht über den „Bergwiesentrail“ - die dünne Linie waagrecht durch die HängeRückblick zum Golzentippein vergleichsweise müheloses VergnügenUlli rauscht durch den Langinzensattel zwischen Pfannegg und Schluichtegge, voraus der Spitzenstein, dahinter Gumriaul und Gölbner der Villgratner Bergejenseits des Osttiroler Gailtals der westliche Karnische Hauptkamm mit seinem berühmten Höhenweg bzw. Dutzenden begehrten SchitourenUlli radelt auf den Dorfberg zu, ...... passiert den Huiterbodensattel ......und erreicht durch ein Meer von Alpenrosen ...... das Kreuz auf dem DorfbergRückblick zur Alplspitzewir machen uns an die Abfahrt nach Süden zum Kartitscher Sattel, ...... welchen wir über die Breitwiesen und die anschließende Forststraße erreichen; Rückfahrt über die Lesachtal-Bundesstraße, Wanderer nehmen den Bus
(17.06.2026)

Literatur: Peterka: AV-Führer Lienzer Dolomiten. München: Bergverlag Rother 1984.
Zlöbl: Lienzer Dolomiten und Karnische Alpen. Tristach: Zlöbl Verlag 1999.

Spitzenstein - Klettersteig, A/B (Gailtaler Alpen, Lienzer Dolomiten)

Spitzenstein, 2265 m

Winterlicher Klettersteig (A/B) über Osttiroler Gail- und Drautal.

Gailtaler Alpen, Lienzer Dolomiten, Kartitscher Sattel, Osttiroler Gailtal. Aufstieg 800-1000 Hm.

P im Bereich Prünsterhof (B 111 gut 1,5 km östl. des Kartitscher Sattel, ca. 15 km von Sillian) – Eben – Forststraße bzw. Steig Wilde-Wiesen-Sattel, 2041 m – Huiterbodenspitze, 2099 m – Huiterbodensattel, 2063 m – W-Kamm Schluichtegge, 2227 m – Abstieg N-Kamm Folmasaihöhe, 2113 m – Klettersteig SO-Flanke/O-Grat Spitzenstein. Etwas kürzerer Zustieg s. Karte.

ÜbersichtKarte; auf der gepunkteten Route (Umgehung der Gipfel) können Eilige 200 Hm einsparendie vorwitzige Nase des Spitzenstein und seine Trabanten bei trübem Wetter aus Nordwest (Spielbichl) ...... und bei strahlendem Sonnenschein aus SSW (Öfenspitze); im Hintergrund Villgratner Berge und Schobergruppe

So ein langer Zustieg für 400 m Klettersteig? – Eine Frage, die im Zeitalter der digitalen Effizienz wohl öfter hochkommen mag. Die bislang im Internet angeführten Routen mit oder ohne Aufstiegshilfe scheinen beim ersten Hinsehen vielleicht etwas unverhältnismäßig. Unser Aufstieg von der Gailtal-Bundesstraße ist jedoch wirklich keine Zumutung, auch wenn wir uns aufgrund der Schneelage nicht durch mögliche Abkürzer gewühlt, sondern uns an die windgepressteren Kämme gehalten haben. Außerdem befinden wir uns am Huiterbodensattel (s. Steckbrief) sozusagen auf historischem Boden: Der älteste Übergang in den Lienzer Dolomiten wurde – schriftlich bezeugt - bereits vor mindestens 1000 Jahren benutzt; damals sagte man dazu „übers Bergl gehn“.
Der freistehende Felsklotz selbst war lange Zeit für die meisten bergbegeisterten Einheimischen eine Art Pflicht-Zitterpartie: Wer etwas auf sich hielt, sollte wohl einmal oben gewesen sein, die Abfolge steiler, bröckeliger und ausgesetzter Passagen an diesem fotogenen Zapfen wurde jedoch von den Wenigsten angstfrei gemeistert. Im vergriffenen AV-Führer von Hubert Peterka steht zu lesen: Alpin sehr schön, wenig besucht.
Seit Errichtung des Klettersteigs muss sich nun niemand mehr fürchten. Allein die umfassende Aussicht nach allen Himmelsrichtungen lässt einen länger verweilen als geplant. Abenteuerlustigen Neugierdsnasen stellen sich dank ungewohnter Einblicke in dieses relativ entlegene Eck der Lienzer Dolomiten darüber hinaus noch weitere Fragen:
Ob sich der verzwickte Zustieg ins Abarautloch für den ausgesetzten Nordwestgrat der Alpelspitze (II) wohl auszahlt? Oder:
Hat sich mit Tourenschi schon jemand in die Schluck gewagt, dem wilden Hochkessel an der Breitenstein-Nordwestseite – laut einem kompetenten Gebietskenner praktisch unzugänglich?

am Kartitscher Sattel fallen die ersten Sonnenstrahlen auf Kinigat und Öfenspitze überm Schöntalunterhalb des Wilde-Wiese-Sattels zwischen Dorfberg und P. 2099 (Huiterbodenspitze) macht uns der Schnee noch keine MüheRückblick zum Karnischen Hauptkammauf der Kammhöhe erscheinen über der Ortschaft Anras die Villgratner Berge zwischen den Zwillingen Gumriaul Gölbner und dem Bockstein; in Bildmitte der flache Finsterkofel, den wir letzte Woche bei ähnlichen Verhältnissen erklommen haben, davor der gewaltige Schatten unseres Spitzensteinvon der Huiterbodenspitze geht es kurz hinunter in den gleichnamigen Sattel - dem nachweislich ältesten Übergang in den Lienzer Dolomiten - und gleich wieder hinauf auf die Schluichtegge, ...... weil die schattseitige Direktquerung hinüber zur Folmasaihöhe am Fuß des Spitzenstein ohne Schneeschuhe noch mühsamer wäre als die KammlinienBlick von der Schluichtegge, dem Vorgipfel des Pfannegg, gegen Nordwest: von rechts nach links Salvadorspitze, Golzentipp, Alplspitze und Breitensteinder Abstieg - Ulli weit voraus - auf die Folmasaihöhe ist wieder eine verhältnismäßig leichte Übunghier geben wir einem 19-köpfigen Gamsrudel Zeit zum gemütlichen Passieren und werfen einen Blick auf den Gipfelanstieg: die weiße Spur nach rechts endet an einer versteckten Eisschlucht, darüber die deutliche Rasenrampe zum Ostgrat, dem wir bis auf den Gipfel folgen werdenRückblick auf den soeben begangenen Kamm von der Schluichtegge; gleich hinter der ersten Felsnase ...... öffnet sich die schattige Schlucht ...... mit dem Einstieg zum Klettersteigder Klemmblock zu Beginn ...... wird auf einer Reihe Eisenklampfen überwundenEisschmetterling an der rechten Schluchtwandnach der Sprossenreihe zurück in die eiserfüllte Schlucht, ...... welcher man nur wenige Meter folgt, ...... um bald darauf rechts in die vereiste Wand hinauszuquerenBlick aus der Schlucht auf Alplspitze und Golzentipp, dahinter das Obertilliacher Schigebietder Klettersteig ist nur mit A/B bewertet, bei den herrschenden Verhältnissen beruhigt das Klettersteigset aber die Nervennach kurzer Zeit ist der Spuk ohnehin vorbei und die Sonne hat uns wiederauch die Grasrampe oberhalb der Schlucht ist komplett apererst oben am Ostgrat wird's wieder winterlichErich beim Ausbuddeln der FixseileBlick über die Folmasaialm auf das wilde Abarautloch zwischen Breitenstein und Alplspitzegleich links daneben zwischen den beiden Graten die „Schluck“, welche in schneereichen Wintern verführerisch auf die Pustertaler Höhenstraße hinüberblinzelt; über den linken Kamm verläuft der alte Marwiesensteig auf den Schluckenriegel (s. Archiv), die schwer zugängliche Schluck selbst verspricht ein heftiges Schitourenabenteuer und auch über den schneidigen Westgrat des Breitenstein (diagonal durch die Bildmitte) ist uns nichts bekanntUlli am Gipfelgrat, ...... das Kreuz steht nicht am höchsten Punkt, sondern drüben am Nordgipfelder Ausblick umfassend: von Dorfberg und Drautal bis weit in die Dolomitenunser Rückweg vor dem Karnischen Hauptkammim Osten noch einmal die zentralen Lienzer Dolomiten
(29.11.2023)

Teblenspitze – Schneidegg (Villgratner Berge)

Teblenspitze, 2667 m – Schneidegg, 2755/2766 m

Die Umrundung der einsamen Ganitzseen.

Villgratner Berge, Hohe Tauern, Schlaiten/Göriach, Osttirol. Aufstieg 1700 Hm.

P Schlaiten/Göriach – 10 km Forststraße über die Klosterfrauenalm zum höchsten Punkt der Straße, ca. 2000 m, im Bereich der Michelbachalm (mehrere Viehgatter und Bachübergänge; E-Bike von Vorteil) – zu Beginn Jagdsteig, dann Wildspuren in großer Rechts-Links-Schleife auf den Südsporn und über einen Vorgipfel auf die Teblenspitze (auch der Ostgrat wird begangen, sichtbare Steinmänner, aber steiler) – Ü Schneidegg-SO-Schulter - N-Gipfel (hölzernes Fünfbein als Gipfelzeichen) – SW-Gipfel (am Übergang stellenweise leichte Kletterei, I-II) – Abstieg S-Grat in die tiefe Scharte vor dem Steilaufschwung des P. 2723 – SO-Rinne hinunter in die Ganitz – genau nach S zum rechten muldenartigen Ausgang mit folgendem rampenartigen Sporn – leicht fallende Querung gegen O zurück zur Michelbachalpe (Wasserfall, Abfluss der Ganitzseen) – mit Rad in 30 Minuten zurück zum P.

ÜbersichtKarteunsere einsame, weglose Runde von Süden (Munzalspitze)

Die Fortsetzung des Kammes vom Rudnig zum Stierbichl ist ebenso weglos und aussichtsreich, aber auch etwas schwieriger. Wegen der Entlegenheit kann ein E-Bike vorzügliche Dienste leisten, man spart dann mindestens vier Stunden Forststraßenzu- und -abstieg. Vorsicht wegen der vielen freilaufenden Rinder oberhalb der Klosterfrauenalm! Die weiten Schrofenhänge der Herdleiten entschädigen mit ungewohnten Blicken auf den Villgratner Hauptkamm vom Rotstein bis zum Bockstein, der Übergang von der zweikuppigen Teblenspitze zum Schneidegg gestaltet sich durch die Seen auf beiden Seiten überraschend abwechslungsreich. Der anschließende Grat vom (in den Karten bezeichneten) N-Gipfel auf den 11 m höheren SW-Gipfel und in die darauf folgende tiefe Scharte bietet anregende Kraxelstellen, der folgende N-Grat zu P. 2723 ist abweisend steil, stellenweise grasig und lässt nur bei den wenigsten den Wunsch aufkommen, ungesichert weiterzuklettern. Die folgende Greinspitze wäre wieder problemlos zu überschreiten.
Der Abstieg durch die südostwärts gerichtete Grasrinne ist zu Beginn steil, aber hindernislos. Zum Rad zurück kommt man entweder direkt über den Unteren Ganitzee (steiler) oder auf der von uns gewählten Option durch das kleine Törl (ebenfalls See) am Südwestrand des weiten Kessels.
Wer tiefer in die Geheimnisse dieses bezaubernden Gebirges eindringen möchte, dem empfehlen wir einen Blick auf die 80 km lange Gesamtüberschreitung des Villgratner Hauptkamms.

der Weiler Michelbach über dem Iseltal, rechts der Rotenkogel (s. Archiv)etwas höher eröffnet sich der Blick ins Kalser Tal und zum Glocknergegenüber die Wirtsalm, Weiße Wand und Rudnigheute begehen wir die Fortsetzung des vom Rudnig bis zum Bockstein ziehenden Seitenkamms der Villgratner: rechts Stierbichl, dann Schneidegg-Südostschulter und links die beiden runden Kuppen der Teblenspitzelang ist der Weg ins Michelbachtal: über die Klosterfrauenalm (im Bild) müssen wir noch hinauf bis an den Fuß der Zarspitze, wo wir uns dann nach rechts wendender Wasserfall an der Steilstufe hinauf zur Michelbachalmdie über 10 km lange Forststraße wird wieder flacher; Vorsicht, jede Menge Rinder, die teilweise am Weg grasen oder lagern!Ohrenspitzen und Bockstein schließen das Tal abdie Michelbachalm ist die letzte im Talganz hinten überqueren wir den Michelbach und steuern gegen Norden auf unsere Gipfel zubereits hoch über der Alm und dem Raddepot ...... steigen wir im weiten Bogen über die hindernislose Herdleiten ...... auf den Südsporn der Teblenspitze und entschlüsseln die umliegenden Gratgipfel; die interessante Gratstrecke über Zar- und Ohrenspitzen bis zum Bockstein ist mit leichter Kletterei verbunden (s. Archiv Bergsteigen; im Archiv Schitouren die faszinierenden, aber entlegenen Freerides auf Zarspitze und Paterskopf)Blick nach Süden übers Tal hinweg auf Rotstein (links) und Munzalspitzeein Stück weiter den Südsporn hinauf ...... wird bereits der Untere Ganitzsee sichtbar; der Abstieg wird uns aus der tiefen Scharte rechts entlang der Bilddiagonale nach unten führenvon der Spornschulter (im Hintergrund Glockner und Hochschober) ...... schauen wir auf den Ostkamm hinunter, welcher allerdings steiler als unser Südsporn istdie letzten Meter vom Vor- auf den Hauptgipfel der Teblenspitze; wir sind schon gespannt auf den finsteren Schneidegg-Grat im Hintergrund, ...... den wir bis in die Scharte vor dem P. 2723 (links) überschreiten werdenRückblick vom Teblenspitz-Haupt- auf den Vorgipfel und den abfallenden OstkammAbstieg in den Sattel vor dem Schneidegg, links der Obere Ganitzseerechts unten der kleine Teblensee gegen die SchobergruppeOberer Ganitzseedie beiden Ganitzseen mit (von links) Teblenspitze, Zarspitze und dem Dreigestirn Gumriaul, Gölbner und Bockstein aus ungewohnter Perspektiveauf der Schneidegg-Südostschulter; das hölzerne Fünfbein am Nordgipfel ist gerade noch zu erkennen, rechts unten ...... der Stierbichlsee mit dem Auslauf des Kammes zum Rudnigvom Schneidegg-Nordgipfel der Rückblick auf die Teblenspitze ...... und der weitere Gratverlauf zum 11m höheren Westgipfelim Gratverlauf tauchen immer wieder kleinere Kletterpassagen auf, zuerst ein kleiner Turm, ...... dann eine kurze Plattenwand (rechts), ...... die im Abstieg überwunden werden mussUlli kurz vor dem Südwestgipfelrechts unten das Grünalmtal, ...... links die Ganitz, ganz hinten erkennt man sogar noch die Hohe Warte des Karnischen Hauptkamms und den Monte Peralbavor uns das Herz der Villgratner Berge (Deferegger Alpen); beim Pfeil werden wir uns vom Grat verabschiedenam Abstieg vom höchsten Punkt unserer Runde noch einmal Oberer Ganitzsee, Teblenspitze und Rotsteinnoch ein paar Kraxelstellen ...... im schönen Gratverlaufeine Scharte zum Unteren Ganitzsee, ...... eine weitere, durch die wir auf die andere Seite schlüpfenUlli steht in der tiefsten Scharte vor dem Steilaufschwung zum unbenannten P. 2723die Scharte von Westen, jenseits des Grünalmtals; die folgenden Steilstufen ...... sind wegen des unzuverlässigen, teils rasendurchsetzten Gesteins mehr gefährlich als lohnend, ...... aus diesem Grund verlassen wir den Grat über die südostseitige Grasrinne; im Hintergrund Wild- und Hochgall der Rieserfernergruppedie Rinne ist nur zu Beginn steil, ...... ansonsten aber hindernislosauf leicht begrünten Moränensträngen durchqueren wir die Ganitz in südlicher Richtung ...... und halten auf die kleine Seenlacke am rechten Ausgang des Kessels zu; unweit des letzten Schneeflecks ...... stoßen wir auf dieses Raufußhuhngelegeüber einen breiten rampenartigen Sporn verlassen wir das Kar gegen Südwestenweiter unten erreichen wir schließlich in weitem Bogen wieder unsere Räder hinter dem flachen Rücken am höchsten Punkt des Michelbachtal-Forstweges
(14.06.2026)

Literatur: Poleschinski: Villgratner Berge (Deferegger Alpen). Gebietsführer für Bergsteiger, Kletterer und Wanderer. Bad Ischl: Poleschinski 2016.

Stierbichl – Rudnig (Villgratner Berge)

Hoher Stierbichl, 2620 m – Rudnig, 2429 m

Einsamer Gang auf die nordöstlichsten Villgratner.

Villgratner Berge, Hohe Tauern, St. Johann im Walde, Osttirol. Aufstieg 2000 Hm.

P 1 km nw. der Kirche von St. Johann im Walde – für den öffentlichen Verkehr gesperrte Straße über den Steinbruch zum Weiler Michelbach – Forststraße Wirtsalm bis hinter die letzte Kehre auf etwa 2000 m (bis hierher 11 km, E-Bike extrem sinnvoll) – neues Ansitz-Hüttl am breiten O-Sporn des Stierbichl – weglos O-Flanke/obere SO-Flanke (schöner Blick auf den Stierbichlsee) – Hoher Stierbichl – Ü Mausköpfe – Rudnik – Abstieg SO-Flanke zum Endpunkt der Forststraße.
Bei starkem Betrieb im Steinbruch ist die Wirtsalm eventuell auch noch langwieriger, aber ruhiger über die Forststraße von Schlaiten/Göriach erreichbar.

ÜbersichtKartenur bei Neuschnee in der Höhe ist der Stierbichl sogar von der Lienzer Talschaft aus zu erkennen, ansonsten versteckt er sich gut und verschmilzt mit dem langen Rotstein-Nordostkammvom Rotstein selbst allerdings hat man uneingeschränkten Blick auf unsere weglose Runde über den nordöstlichen Ausläufer der Villgratner Berge (früher Deferegger Alpen)

Völlig einsamer Seitenkamm, der vom Bockstein in nördlicher Richtung abzweigt. Außer dem Rudnig, auf den noch markierte Wege führen, sind die Gipfel allesamt nur weglos und sehr langwierig zu erreichen.
Diese Charakterisierung des „Tauernfuchs“ Manfred Poleschinski sagt schon recht viel über diese weltferne Runde aus. Der überlange Zustieg lässt sich bei rücksichtsvollem Verhalten mit dem E-Bike erträglich gestalten, am besten an werkfreien Tagen (Steinbruch!). Wer Freude an weglosem Gelände hat, wird am Ende des Tages zufrieden sein. Schon bald nach dem Raddepot treffen wir auf einen Weißen Enzian (Weißling, Albino), der extrem selten vorkommt und im Volksmund als besonders heilkräftiger Anzeiger vergrabener Schätze gilt. Ein paar hundert Höhenmeter weiter oben stoßen wir auf den felsumgürteten Stierbichlsee, Eisschollen verstärken noch das hochalpine Ambiente. Am Gipfel und auf dem sanft geschwungenen Kamm über die Mausköpfe hinüber zum Rudnig kann man sich dann nicht sattsehen am unermesslichen Bergpanorama des zentralen Osttirol.
Die Anschlusstour über Teblenspitze und Schneidegg gehen wir von der Michelbachalm an.
Wer tiefer in die Geheimnisse dieses bezaubernden Gebirges eindringen möchte, dem empfehlen wir einen Blick auf die 80 km lange Gesamtüberschreitung des Villgratner Hauptkamms.

wir verlassen das Iseltal gleich hinter St. Johann im Walde auf einer für den allgemeinen Verkehr gesperrten, windungsreichen Asphaltstraße in Richtung Michelbachschon bald eröffnet sich ein feiner Blick nach Norden gegen den Tauernhauptkammnach 500 Hm erreichen wir den Weiler Michelbach, ...... gleich dahinter zieht das mit einem Wasserfall steil ins Iseltal abstürzende Michelbachtal hinein gegen die Zarspitzen ins Herz des Gebirgesim Gebiet der Wirtsalm ein Prachtblick auf den Glocknerunser Aufstieg von der gegenüberliegenden Talseite; am Beginn der Linie ist der neue Ansitz zu erkennenwie verlassen die Forststraße an der Waldgrenze auf ca. 2000 m (dort wo sie flach in Richtung Rudnig zieht) und steigen weglos die breite Ostflanke des Hohen Stierbichl emporetwas weiter oben treffen wir sogar auf den extrem seltenen Weißen EnzianBlick übers Michelbachtal auf den Rotsteinvon einer flachen Schulter südöstlich unterm Gipfel ...... blicken wir auf den felsumgürteten Stierbichlsee hinunter, darüber das Schneidegg; von dessen kleiner Felskanzel rechts unterm Gipfel ...... beobachtet uns eine Gamsumfassende Aussicht am Gipfel des Hohen Stierbichl: überm Iseltal die Schobergruppeim Südosten das Drautal mit dem Kärntner Tor zwischen Kreuzeckgruppe und Lienzer Dolomitenüberm Michelbachtal Munzal- und Zarspitzendann der Verbindungskamm zum 135 m höheren Schneideggim Westen reicht der Blick bis zum Hochgall der Rieserfernergruppedaran anschließend Defereggental, Lasörlingkamm und der Hauptkamm der Venedigergruppe (links hinten Rötspitze und Lasörling)Blickrichtung Nord auf unseren Weiterweg über den Grat in Richtung Rudnig, gegen Matrei und den Felbertauernendlich der flache Buckel des Rudnig und das Kalsertal mit dem GlocknerAbstieg vom Hohen Stierbichl, es folgt ein genussreicher Gratkamm mit mehreren kleinen Erhebungen, ...... deren höchster in der Karte als Mauskopf aufscheintRückblick auf Stierbichl und Schneidegg, rechts das Grünalmtal, welches zum Deferegger Seenparadies führtirgendwann stehen wir vor dem letzten Gipfel, ...... dem Rudnig; er ist der einzige Berg des ganzen Kammes, auf den auch ein markierter Anstieg führt - nämlich von Norden aus dem Defereggentalnoch ein letzter Rückblick auf unseren alpinen Spaziergang, ...... dann machen wir uns an den Abstieg; das Wetter zieht langsam zu, wir genießen noch den seltenen Anblick: Isel- und Drautal in gerader Linie, von Ainet über Lienz bis zum Kärntner Tor bei Oberdrauburgmit etwas Gespür findet man problemlos direkt über die Rudnig-Südostflanke hinunter, ...... der Beginn der Forststraße ist von weitem zu erkennen; die grüne Bilddiagonale zeigt unseren Aufstieg zum Stierbichlohne Rad wäre der Rückweg doch ganz schön weit; Ulli zurück auf der Wirtsalm
(04.06.2026)

Literatur: Poleschinski: Villgratner Berge (Deferegger Alpen). Gebietsführer für Bergsteiger, Kletterer und Wanderer. Bad Ischl: Poleschinski 2016.

  1. Hintereggkogel (Venedigergruppe)
  2. Ochsenbug (Venedigergruppe)
  3. Rotenkogel (Granatspitzgruppe, Gradötzkamm)
  4. Zunig - Überschreitung (Venedigergruppe, Lasörlingkamm)
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